Hoverboard Test – Der F-Cruiser made in germany

hoverboard testbericht
Das vielleicht beste Hoverboard im Test: Der WheelHeels F-Cruiser

Hoverboards haben es nicht immer leicht. Auf der einen Seite schränkt die Gesetzgebung die Nutzung ein, auf der anderen Seite machen billige China-Importe von sich reden. Interessant, sicher und massentauglich werden die Balance Scooter hierzulande erst, wenn beide Probleme gelöst sind. Und hier kommt der F-Cruiser der Stuttgarter Firma WheelHeels ins Spiel. Selbstbewusst bezeichnen die Stuttgarter ihr Hoverboard als das fortschrittlichste der Welt. Wir werden das Gerät genauer unter die Lupe nehmen und den F-Cruiser testen. Nicht unter Laborbedingungen wie es eine Stiftung Warentest vielleicht könnte sondern in der Praxis.

Das Wichtigste zuerst
Der Hama F-Cruiser ist das vielleicht beste Hoverboard der Welt. Dank enormer Leistung, die sich in Reichweite und Geschwindigkeit bemerkbar macht überwindet der F-Cruiser auch längere Distanzen bis 20 Kilometer. Noch wichtiger jedoch sind die Merkmale in puncto Sicherheit. In Deutschland hergestellte und geprüfte Akkus sowie ein Steuerungssystem, welches auch im Militär-Bereich Anwendung findet. Zudem runden die LED Scheinwerfer und ein perfektes Balancing System das Board ab. Überragend!

Ein Balance Scooter namens F-Cruiser

Die Idee zum F-Scooter ist entstanden als CEO Sandro Suess im Rahmen eines Asienbesuchs das erste Mal ein Hoverboard aus China ausprobierte. Das Feeling passte, im Detail überzeugten ihn die Geräte damals nicht. Also hat er kurzerhand entschieden, es besser, sicherer und alltagstauglicher zu machen. Viele Produkte und Unternehmen entstehen genau aus dieser Motivation: Etwas besser machen als das was schon vorhanden ist. Und insbesondere in puncto Sicherheit und Straßenverkehrstauglichkeit war für viele Balance Boards noch Luft nach oben. Soviel vorweg: Es ist ihm gelungen!

Hoverboard F-Cruiser im Test

Lieferung & Versand

Wir haben den F-Cruiser direkt beim Hersteller bezogen. Das kannst Du im Übrigen auch und dabei sogar weitere 5% sparen. Der Versand erfolgte innerhalb eines Tages und konnte mittels Tracking-ID durch die DPD jederzeit überprüft werden. Das Produkt kam heile und unbeschädigt bei uns an.

Der Lieferumfang beinhaltet:

  • Hoverboard F-Cruiser
  • Ladekabel
  • Bedienungsanleitung
  • Eine Tragetasche

Der erste Eindruck

Im ersten Eindruck wird einem kaum vermittelt, wie viel Technik in diesen kleinen Geräten verbaut ist. Durch die Abdeckungen sieht der F-Cruiser aus, wie viele andere Geräte auch. Der F-Cruiser ist komplett schwarz gefasst und kommt mit Ecken und Kanten, wohlgemerkt im Design, daher. Das verleiht ihm ein recht futuristisches Aussehen, das verbirgt, wie viel Power hier unter der Haube steckt.

Das Board wird komplett in Deutschland hergestellt und trägt dementsprechend den Aufdruck bzw. die Bezeichnung „Made in Germany“. Geliefert wird das Board in einer hochwertigen Verpackung und ist mit einer integrierten USB-Powerbank, einem Blinker sowie Front-, Brems- und sogar Rücklichtern ausgestattet.

Um einen guten Start hinzulegen benötigt es zudem der App, die sich für iOS und Android Geräte einfach und kostenlos in den App-Stores herunterladen lässt.

Das Eigengewicht des Cruisers beträgt etwas mehr als 15 Kilogramm. Damit ist es zwar handlicher als bspw. ein Fahrrad aber nicht unbedingt leichter. Sicherheit und hochwertige Komponenten haben hier schlichtweg ihren Preis bzw. Gewicht.

Mit der USB-Powerbank lässt sich das Handy des Nutzers übrigens bis zu unglaublichen 20mal wieder aufladen! Das Beleuchtungssystem verleiht dem Board nicht nur seine charakteristische, futuristische Optik, sondern hilft auch -vor allem bei schlechteren Lichtverhältnissen- sicher unterwegs zu sein.

USB Buchse am Hoverboard neben Lampe
Gut erreichbar ist der USB Anschluss am F-Cruiser.

Bedienung

Bereits bei der ersten Benutzung ist mir die verhältnismäßig einfache Bedienung des Gerätes aufgefallen. So kann das Handling im sogenannten „Beginnermodus“ erlernt werden. Das Gerät reagiert zudem unglaublich sensibel auf Veränderungen der Balance und lässt sich so zielgenau -und mit ein wenig Übung- steuern.

Wer das erste Mal auf einem Hoverboard steht ist mit dem Beginnermodus bestens bedient und kann lernen

  • auf dem Board zu stehen
  • Vor- und Rückwärts zu fahren
  • Kurven zu fahren
  • und ganz wichtig: Heile wieder abzusteigen

Das Handling des Geräts ist einfach, wenn man ein paar Mal drauf gestanden hat und sich mit den Modi vertraut gemacht hat.

Schnell oder gemütlich? Der F-Cruiser beherrscht verschiedene Geschwindigkeits-Modi

Beim Hoverboard F-Cruiser können drei verschiedene Geschwindigkeiten eingestellt werden:

  1. Der eingangs schon erwähnte Beginnermodus begrenzt die Geschwindigkeit auf maximale 6 km/h.
  2. Stufe zwei richtet sich an Fortgeschrittene und entfesselt den Motor auf bis zu 15 km/h.
  3. Für Profis ist der dritte Modus geeignet: In diesem Modus kann das Hoverboard auf bis zu 30 Kilometer die Stunde beschleunigt werden.

Für mich persönlich ist  der Profimodus zu schnell gewesen – deshalb meine Empfehlung: Die 15 km/h im zweiten Modus sind im Alltag absolut ausreichend, um zum Ziel zu kommen! Wer sein Hoverboard mit einem optional erhältlichen Sitz versieht wird mit den 30 km/h in der Spitze mehr anfangen können, da durch den niedrigeren Schwerpunkt weniger Gefahr und dadurch mehr Fun entsteht.

Beim Aktivieren des Geräts legt man den gewünschten Modus durch Betätigen der Powertaste fest.

  • Einmaliges Drücken für den Beginnermodus
  • zweimaliges Drücken für den Fortgeschrittenenmodus und
  • dreimaliges Drücken für den Profimodus.

Ein akustisches Signal verrät, in welchem Modus sich das Gerät befindet.

Hier würde ich mich mir bei der Akustik etwas mehr Differenzierung wünschen, da die einzelnen Modi sich für mein Gehör recht ähnlich anhören. Wer im Beginnermodus unterwegs ist, wird häufiger mit dem Warn-System des F-Cruisers in Kontakt geraten. Dann signalisiert das Board sanft, dass es die Geschwindigkeit abriegelt und ganz leicht nach hinten wippt bzw. bremst.

Das gleiche Prinzip findet Anwendung, wenn der Akku sich leert. Statt einem abrupten Leistungsabfall wird der Fahrer sanft darauf hingewiesen, dass der Akku gleich leer ist. Sehr geschickt und vor allem sicher gelöst.

Auch hat mich beeindruckt, dass Steigungen am Berg dem Board wenig anzuhaben scheinen – mit ausreichend Power lassen sich so auch diese Arten von „Hindernissen“ überwinden. Von einigen gefahrenen E-Scootern weiß ich, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist.

Das Hoverboard F-Cruiser und die dazugehörige App

Die kostenlose App für das Hoverboard F-Cruiser ist für iOS und Android verfügbar und verbindet sich via Bluetooth mit dem Gerät. Die App eröffnet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten und zeigt weitere Informationen an. So kann der Nutzer in der App zum Beispiel die bereits zurückgelegte Strecke oder die Temperatur des Akkus prüfen.

Mein Eindruck der App ist in jeder Hinsicht positiv: der Nutzer muss sich nicht lange in die Bedienung einarbeiten, die Anwendung ist komplett selbsterklärend und arbeitet zuverlässig.

Durch den großen leistungsstarken Akku kann man mit dem Board auch größere Entfernungen ohne Laden zurücklegen. Lange Strecken können vor allem deswegen umgesetzt werden, weil der Akku und die Motoren stetig miteinander kommunizieren.

Hierdurch ist eine intelligente Rückgewinnung der Bremsenergie möglich. Insgesamt, so würde ich schätzen, ist eine Reichweite von circa 13 Kilometern durchaus machbar. Wobei der entsprechende Wert natürlich auch vom Untergrund und dem jeweiligen Fahrstil abhängt.

In der Praxis

Der F-Cruiser ist einfach zu bedienen, was sich auch beim Laden bemerkbar macht. In maximal drei Stunden ist der Akku voll aufgeladen und der Spaß kann losgehen. Während ich beim Testen des Hoverboards ca. 10 Minuten wackelig auf den Beinen stand, wurde es mit jeder Minute besser und besser. Die ersten Pirouetten konnte ich in weniger als 20 Minuten drehen. Spaß pur.

Die großen 8,5 Zoll Vollgummi Reifen schlucken Unebenheiten nahezu perfekt, so dass ein hoher Fahrtkomfort gewährleistet wird.

hoverboard reifen test
8,5 Zoll große Reifen aus Vollgummi sorgen auch auf schlechtem Straßenbelag für hohen Fahrtkomfort.

Technische Daten

Als technischem Laien darf man von mir keine Tests zu Überspannungen erwarten oder gar einem auseinanderlegen der Elektronik. Hier verlasse ich mich auf geführte Gespräche mit dem CEO des Unternehmens und den Informationen aus den Produktbeschreibungen.

Spezifikationen des Freestyle Cruiser

Produkt: Balance Board F-Cruiser
Leistung: 800 Watt (2x 400Watt)
Batterietyp: Lithium-Ion Akku
Zulässiges Gewicht: 120 Kilogramm
Max. Geschwindigkeit: ca. 30 km/h
Fahrmodi: 3 Varianten
Reifen: 8,5″ Vollgummi
Abmessungen (LxBxH): 66 cm x 32 cm x 32 cm
LED Scheinwerfer: Ja
Rücklicht / Bremslicht: Ja
Bluethooth: Ja
Kensington Buchse: Ja
Schutzbleche: Ja
STVO-Zulassung: beantragt

Sicherheit beim F-Scooter

Sicherheit sollte beim Kauf eines Hoverboards an erster Stelle stehen. Der F-Cruiser bezeichnet sich u.a. wegen seiner ausgeklügelten Steuerungselektronik, den verbauten Marken Li-Akkus als fortschrittlichster Balance Scooter der Welt.

Zunächst einmal gilt hervorzuheben, dass das Gerät strengsten Sicherheitskontrollen unterliegt und bereits eine Straßenzulassung beantragt ist. Diese breite Brust setzt ein großes Vertrauen in das eigene Können voraus. Bisher sind lediglich Segways mit entsprechender Ausnahmegenehmigung zur Teilnahme am Straßenverkehr berechtigt. Eine Änderung des Gesetztes zum Hoverboard Fahren auf öffentlichen Straßen ist für Mitte 2019 angekündigt. Aus meiner Sicht hat der F-Scooter beste Chancen, alle Voraussetzungen für die Genehmigung zu erfüllen.

Steuerungssoftware

Die Steuerung des F-Cruiser ist vollständig zertifiziert nach EN ISO 13849-1:2015 und umgesetzt in Ada, einer strukturierten Programmiersprache mit Typenbindung. In ähnlicher Form kommen derartige Steuerung beim Einsatz in Militärsystemen vor. Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass die Systeme komplex und vor allem erprobt sind.

Der Akku

Der Akku wird zu 100% in Deutschland produziert und wurde extra für die Anwendungen im Bereich der Mikro-Mobilität entworfen. Die Zellen der Akkus bestehen aus Glasfaser verstärktem Kunststoff und kommen direkt von einem Bayrischen Hersteller. Im Gegensatz zu einem Billig Akku werden hier zwei unabhängig voneinander arbeitende Temperatur-Überwachungssysteme zum Einsatz. Insgesamt drei Sensoren sorgen hierbei ständig dafür, dass Zellenüberspannung oder Zellenunterspannung nicht auftreten und das Board in Brand setzen können. Bei Überhitzung würde das Board sich automatisch herunterregeln und sanft zum Stillstand kommen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Nickel-Zellverbinder. Statt einer herkömmlichen, günstigen Kabelführung kommt hier Material zum Einsatz dass zusätzlich die Brandgefahr verringert. Uns lag für den Testbericht des F-Cruiser der Prüfbericht der SLG Prüf und Zertifizierungs GmbH vor. Dieser wurde am 20.09.2016 ausgestellt. Ein ganz klarer Vorteil und lebenswichtiger Pluspunkt gegenüber Billig Boards aus Fernost!

Die Ladezeit der Batterie beträgt zwischen einer und drei Stunden.

Made in Germany

Sowohl die Montage der Einzelkomponenten, ebenso die Endkontrolle und auch die Verpackung finden in Deutschland statt. Daher darf sich der F-Cruiser als einer der wenigen Hoverboards aus Deutscher Herstellung bezeichnen.

Kensington Lock

Zudem verfügt das Board über einen sogenannten Kensington-Lock. Manche Notebooks warten ebenfalls mit einem solchen Anschluss auf. Mit diesem „Extra“ soll verhindert werden, dass das Hoverboard gestohlen werden kann. Ein Problem, dem viele andere Boards bisher nichts entgegenzusetzen haben.

Sicher im Straßenverkehr unterwegs

Apropos „Sicherheit“: Auch unter dem Aspekt der Sicherheit bringt das Beleuchtungssystem das Hoverboard auf ein überzeugendes Level: durch die integrierten Blinker kann der Nutzer dem nachfolgenden Verkehr genau anzeigen, in welche Richtung es geht. Die Bremsleuchten sollen dann -ähnlich wie im regulären Straßenverkehr- Auffahrunfälle verhindern.

Das erste Hoverboard mit Straßenverkehrszulassung?

Wheelheels hat bereits einen Antrag gestellt, den F-Cruiser in Deutschland als legales Fortbewegungsmittel nutzen zu können. Dafür verzichtet man bspw. darauf, das Hoverboard mit fetten Bässen bzw. einem Lautsprecher-System auszustatten. Unnötiger Lärm als Gefahrenquelle wird damit ausgeschlossen. Statt Spielereien denkt man hier einen Schritt weiter und stellt die Verkehrstauglichkeit in den Vordergrund. Ende des Jahres dürften wir mehr Wissen.

Der Hersteller zuerst

Die Wheelheels GmbH & Co. KG mit Sitz in Alsfeld produziert, prüft und testet seine Produkte in Deutschland. Natürlich kommt nicht jede Schraube aus dem Heimatland aber als Konsument darf man sich bei Wheelheels sicher sein, dass die Messlatte in puncto Qualität exorbitant hoch liegt. Ebenso zu erwähnen ist der hervorragende Service, den ich im Rahmen des Tests auch in Anspruch genommen habe.

Der Kontakt mit Wheelheels verlief stets reibungslos, zuvorkommend und freundlich. Nach einer unsanften Behandlung des Hoverboards im Test durch einen Fahrfehler hatte ich Probleme, das Gerät grade aus fahren zu lassen. Also musst das Board neu kalibriert werden. Hier half man mir binnen weniger Stunden weiter und leitete mich an, das Gerät in eine Art “Selbst-Kalibrierung” zu versetzen. Danach funktionierte das Hoverboard wieder anstandslos und ich konnte weiter munter Kilometer und Erfahrungen sammeln. 

Und hama – was ist mit hama?

Der F-Cruiser wird von Wheelsheels aus Mittelfranken hergestellt, richtig. Aber auf der Verpackung und auch bei einigen Produktbezeichnungen im Internet wird das Produkt auch als hama f-cruiser betitelt. Das liegt daran, dass hama Kooperationspartner ist und insbesondere bei der Vermarktung mit Knowhow und Infrastruktur unterstützt.

Ein Wort zum Preis

Aktuell ist der F-Cruiser für 576 € auf der Webseite des Herstellers zu beziehen. Damit positioniert er sich im Vergleich zu anderen Hoverboards deutlich über dem Durchschnitt. Einigen Lesern wird der Preis als zu hoch erscheinen, schließlich sind Hoverboards bereits ab ca. 200 € erhältlich. Der Unterschied liegt weniger in der Optik als vielmehr im Gesamtpaket, bestehend aus Sensorik, Sicherheit und Leistung. Dafür bekommt man jedoch eines der besten Hoverboards weltweit und mutmaßlich das sicherste Gerät dieser Fahrzeug-Klasse.

Auf der Webseite des Hersteller findet ihr weitere Modelle bereits ab 269 €, die mit leicht abgespeckten Werten und anderen Spezifikationen ebenfalls punkten können.

Fazit zum F-Scooter

Von der Verpackung bis hin zur Benutzung hat mich das Hoverboard F-Cruiser in vollem Umfang überzeugt! Ich hatte sowohl beim Fahren als auch im allgemeinen Umgang stets ein gutes Gefühl. Der Nutzer hat es hierbei nicht mit einer minderwertigen „Billigvariante“, sondern einem überzeugenden Produkt „made in Germany“ zu tun.

Zwar muss man mit einem Kaufpreis von circa 550 Euro zunächst einmal ein wenig mehr Geld in die Hand nehmen, aber der höhere Preis spiegelt sich in jedem Fall in der Qualität, im Service und letztendlich natürlich auch im Bereich der Sicherheit wieder – von daher: eine absolute Empfehlung meinerseits!

Und das Beste: Mit dem Hoverboard von Wheel Heels schafft man es auch, sich einen Hauch von „Zurück in die Zukunft“ in die Gegenwart zu holen.

Der F-Cruiser ist ein absolutes Spitzenprodukt. Beim Thema Sicherheit macht ihm kein Hoverboard im Test etwas vor und auch bei Design und Leistung überzeugt das Modell in allen Belangen. Schwächen sind uns keine aufgefallen. Es ist zu wünschen, dass der Gesetzgeber das Gerät für den öffentlichen Verkehr zulässt.