Das Hoverboard wurde erstmals bei Zurück in die Zukunft II erwähnt und erfreute die älteren uns uns mit einer futuristischen Form der Fortbewegung. Heute  kann man sich ein Hoverboard kaufen. Diese schweben zwar noch nicht, wie in dem 80er Jahre Blockbuster aber sie machen unheimlich Spaß und bieten moderne Mobilität. Wir möchten die Vor- und Nachteile vorstellen und zeigen, worauf es bei der Auswahl des Hoverboards ankommt.

Zur Erklärung was ein Hoverboard eigentlich ist, wollen wir zunächst den Begriff und die verschiedenen Synonyme klären um ein einheitliches Sprachverstädnis zu schaffen. Das aus dem englischen stammende Wort setzt sich aus Hover (Schweben) und Board (Brett) zusammen und könnte als Schwebebrett übersetzt werden. Synonyme für das Hoverboard lauten: Mini-Segway, IO Hawk, E-Board, Self Balancing Scooter oder Self Balance Board. Eine gute Umschreibung des Hoverboard Prinzip würde lauten: Es handelt sich um ein Mini Segway ohne Halterung. Dieser Begriff ist allerdings nur bedingt tauglich für gutes Marketing.

##Geschichte

Hoverboard Fahren lernen

Auf den ersten Blick sieht es Hoverboard fahren schwer aus. Aber weit gefehlt. Die erste Hoverboard Fahrt gelingt in der Regel viel schneller als gedacht. Wir unterteilen die einzelnen Manöver und Lernabschnitte in vier Sequenzen und behaupten guten Gewissens: Nach fünf Minuten steht man bereits recht sicher auf dem Hoverboard. Obwohl es wirklich kinderleicht zu erlernen ist, empfehlen wir, die ersten Versuche mit einer Begleitperson zu unternehmen. Diese kann im Zweifel unterstützen: Das Board beim Aufsteigen festhalten, für zusätzliche Stabilität sorgen und beim Sturz auffangen.

Aufsteigen

Zunächst einmal muss das Self Balancing Board eingeschaltet werden. Denn nur so kann sich das Board dank feinster Sensorik selber ausbalancieren. Während des ersten Versuchs genügt es völlig aus, einfach nur auf dem Hoverboard zu stehen und das Gleichgewicht zu halten.

Vor- und Rückwärts fahren

Sobald man sein Gleichgewicht auf dem Hoverboard gefunden hat kann man die ersten Meter vor- und zurück versuchen. Wenn man sein Gewicht bzw. den Körperschwerpunkt nach vorn neigt beschleunigt das E-Board und fährt voraus. Die Rückwärtsfahrt wird eingeleitet, indem man seinen Körperschwerpunkt nach hinten verlagert.

Bremsen

Der Bremsvorgang wird eingeleitet indem der Fahrer das Körpergewicht entgegen der Fahrtrichtung verlagert. Fährt man vorwärts muss man den Schwerpunkt nach hinten verlagern. Fährt man rückwärts beugt man sich lediglich nach vorne.

Kurven

Hat man die Basics verinnerlicht, beschäftigt man sich mit der Hoverboard Lenkung. Will man mit dem Hoverboard eine Kurve nach links fahren, so wird der linke Fuß leicht nach vorn geneigt. Die Fußspitze neigt sich also leicht nach unten. Möchte man sich nach hinten um die eigene Achse drehen so wird die Hacke nach unten geneigt. Statt einer Kurve kann das Hoverboard auch im Kreis bewegt werden. Dazu bleibt ein Fuß einfach in der tiefen Stellung bis man eine 360° Wendung vollführt hat.

Absteigen

Möchte man vom Hoverboard absteigen bringt man das Brett zunächst zum Stehen. Nun lässt sich ein Fuß auf den Boden setzen während der andere auf dem Hoverboard verweilt. Hat man sicheren Stand auf dem Boden folgt der zweite Fuß. Danach wird das Hoverboard ausgeschaltet.

Kaufkriterien

Motorleistung

Die angegebene Motorleistung bietet einen Anhaltspunkt für die Beschleunigung, die Endgeschwindigkeit und das Verhalten bei der Überwindung von Steigungen. Auf den ersten Blick ähneln sich die Leistungen der angebotenen Modelle.

Akku

Der Hoverboard Akku steht regelmäßig im Mittelpunkt von Kritik und Berichterstattung. Da der Akku zu den sicherheitsrelevanten Bestandteilen des Hoverboards gehört, führt aktuell eigentlich kein Weg an Markenherstellern vorbei. Positiv sticht bei den Recherchen regelmäßig Samsung hervor. No Name Akkus stehen unter Verdacht beim Aufladen Feuer zu fangen oder eine geringe Lebenserwartung zu besitzen. Minderwertige Komponenten sind dafür häufig die Ursache. Wie auch ntv hier berichtet, sind in der Vergangenheit einige Modelle von Billig Anbietern explodiert oder in Brand geraten. Große Onlineshops wie bspw. Amazon haben bereits reagiert und nehmen die gefährlichen Produkte zügig aus dem Sortiment.

Reifen

Aktuell haben sich zwei unterschiedliche Reifenarten und verschiedene Reifengrößen durchgesetzt. Je nach Anwendungszweck ergeben sich bei der Reifenwahl Vor- und Nachteile, da die unterschiedlichen Typen und Größen auf den verschiedenen Untergründen unterschiedlich gut zurecht kommen.

Reifenarten

Käufer können zwischen Vollgummireifen und Schlauchreifen wählen.

Der Vollgummireifen ist pflegeleichter und robuster. Hier entfällt die Kontrolle des Reifendruck nämlich. Der ideale Anwendungsbereich liegt auf ebenem Untergrund wie zum Beispiel auf Straßen und ggf. auch noch auf Kopfsteinpflaster. Der Vollgummireifen kommt besonders häufig mit einer Reifengröße zw. 6 bis 8,5 Zoll unter das Board.

Schlauchreifen findet man indes bei 10 Zoll Reifengröße. Ähnlich wie beim Fahrradreifen besteht der Schlauchreifen aus einem Schlauch, der auf eine Felge aufgezogen wird. Der Schlauch wirkt wie ein kleiner Stoßdämpfer, der Unebenheiten ausgleicht und ein stabileres Fahrgefühl verleiht. Nachteilig hingegen ist die Kontrolle des Reifendrucks und der natürliche Verschleiß.

Welche Reifengröße für welchen Untergrund?

Am Markt sind unterschiedliche Größen erhältlich. Häufig erhältlich Größen sind 6,5 Zoll, 8 Zoll und 10 Zoll. Kleine Reifen eigenen sich für ebene Flächen und hartem Untergrund. Ebenfalls sehr straßentauglich ist die 8 Zoll Bereifung. Die 10 Zoll Bereifung lässt sich ebenfalls auf der Straße nutzen, allerdings liegen die Stärken üblicherweise in etwas unwegsamerem Gelände, wie zum Beispiel auf Waldwegen oder Rasenflächen.

Erhältlich sind luftgefüllte Reifen und jene aus Vollgummi.

Kleine Reifen: Ideal für Straßen und ebene Flächen
Mittelgroße Reifen: Top auf der Straße, Gelände noch möglich
Große Reifen: Top im Gelände, auf der Straße tauglich

Verarbeitung

Ein weiterer Grund für hochpreisige Hoverboards ist die Verarbeitungsqualität. Die Materialien sollten weitestgehend stoßfest sein und den Akku mit einer schützenden Hülle versehen. Der Schutz des Akkus ist wichtig, da dieser sich ständig in Bodennähe befindet und auf Spritzwasser, Nässe und Feuchtigkeit entsprechend reagieren würde. Aber auch die verbaute Sensorik sollte Mindestanforderungen genügen. Ein Hoverboard das nicht reagiert wie der Fahrer es wünscht ist schlichtweg gefährlich.

Material

Der Rahmen besteht üblicherweise aus bruchfestem Polymer und sollte einen Ladekantenschutz am Kotflügel aufweisen.

Beleuchtung

Sehen und gesehen werden. Die meisten Anbieter haben LED Scheinwerfer unter dem Trittbrett verbaut. Die Hoverboard Beleuchtung erfüllt dabei gleich drei Zwecke.

  • Die Strecke wird beleuchtet, so dass Unebenheiten besser gesehen und eingeschätzt werden können
  • Die LED Beleuchtung dient auch als Bremslicht
  • Die LEDs runden den futuristischen Gesamteindruck der Hoverboards nochmals ab.

Darum sind Billig Hoverboards gefährlich

In der Vergangenheit standen NoName Hoverboards bzw. Billigware aus Fernost häufig in der Kritik.

  • Bei Ladevorgang sich überhitzende Akkus, die anfangen zu brennen
  • Akkus, die während des Ladevorgangs explodierten
  • Während der Fahrt abschaltende Geräte, bei denen die Räder schlagartig blockieren

Um sich vor einem gefährlichen Fehlkauf zu schützen, sollte man daher auf einen Marken Akku achten, sich einige Hoverboard Testberichte durchlesen und auf ein TÜV Siegel achten. Zwar erhalten auch NoName Akkus unter Umständen das begehrte TüV Siegel, jedoch finden sich genügend Informationen im Netz oder in Fachzeitschriften, Blogs und Co dass man sicher gehen kann.

Hier eine unvollständige Liste von Herstellern die auf Marken Akkus (z.B. von Samsung) setzen:

  • Alien Board
  • Robway
  • Cat
  • Razor

Zulassung

Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Straßenverkehr und die Nutzung öffentlicher Wege ist eine Zulassung durch die Straßenverkehrsbehörde. Und hier stellt sich aktuell bei der Nutzung der Mini Segways ein großes Problem ein. Hoverboards können schneller als 6 km/h fahren und benötigen daher eine Zulassung. Diese wurde bislang jedoch noch nicht für die Mikroroller erteilt. Modelle, die schneller als 15 km/h fahren setzen eine Mofa Fahrerlaubnis voraus. Besitzer eines Führerscheins der Klasse B dürften diese Geräte dann zwar fahren, jedoch haben die Geräte selbst noch keine Zulassung. Das Verkehrsministerium prüft seit Längerem wie mit den neuen Fortbewegungsmitteln zu verfahren ist. Denn auch E-Roller, Mono Wheels und City Scooter sind von der Gesetzgebung betroffen.

Dabei schaffen die Fahrzeuge mit Mikroantrieb  insbesondere in Großstädten einen deutlichen Vorteil. Sie erleichtern die Entscheidung, den PKW zuhause zu lassen oder die sogenannte letzte Meile (z.B. vom außerhalb liegenden Parkplatz oder der Bushaltestelle hin zum Arbeitsplatz) zügig und ohne Anstrengung zu überbrücken. Sie entlasten dadurch den innerstädtischen Verkehr und reduzieren die Abgase. Wenn sie denn zugelassen wären. Denn streng genommen sind sie bisher lediglich auf Privatgelände und Spielstraßen zugelassen.

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