Dogscooter sind klassische Tretroller vor die mittels Bikeantenne und Jöring Leine ein Zughund gespannt werden kann. Das Grundsetup ist weitestgehend identisch, jedoch sollte der Roller gewisse Eigenschaften besitzen, um im Gelände und unebenen Waldstrecken kontrollierbar zu bleiben. 

Dogscooting ist Hundesport

Für Hundebesitzer ist es das Größte, Zeit mit ihrem vierbeinigen Freund zu verbringen. Und immer mehr Menschen entdecken den Zughundehundesport für sich. Gab es früher lediglich Schlittenhunde, vorzugsweise Huskys, so ist heute auch ohne Schnee körperliche Ertüchtigung für Mensch und Tier möglich.

Zughundesport: 

  • Schlittenhunde – Hund zieht Schlitten
  • Bikejöring – Hund zieht Fahrrad
  • Dogscooting – Hund zieht Tretroller
  • Canicross – Hund zieht joggenden Menschen

Dogscooting ist einfach zu erlernen und die Anforderungen an den Hund sind überschaubar. Die Vorteile setzen sich ganz gut aus den Nachteilen der übrigen Zughunde Disziplinen zusammen.

  • Joggen ist manch einem zu langsam, oder die Knie machen nicht mehr mit
  • Radfahren ist nicht jedermanns Sache und mit einem erhöhten Sturzrisiko versehen
  • Schlitten fahren ist nur in wenige Wochen pro Jahr möglich, Hund und Halter haben kaum Möglichkeiten zur Erlernung der Disziplin.

Die Vorteile des Dogscooting

  • Einfach zu erlernen
  • Zügig unterwegs
  • Geringeres Sturzrisiko durch niedrigen Schwerpunkt
  • Ganzjährig möglich, bei hohen Temperaturen aussetzen
  • Sehr gelenkschonend, da nur Abrollbewegung

Den passenden Dogscooter finden

Wie findet man nun den besten Dogscooter? Einen guten Einstieg bieten die Modelle von Yedoo und Crussis. Die Hersteller stammen aus Tschechien, wo Tretroller Fahren fast so populär wie Fahrrad fahren ist. Beide Firmen bieten ihre Scooter im unteren Preissegment an und liefern dabei bereits sehr ordentliche Qualität. Aufgrund der steigenden Popularität treten immer häufige auch neue Hersteller auf den Markt.

Was kosten Dogscooter?

Die preiswertesten Modelle, die ich im Netz finden konnte, starten bei ca. 200 € und stammen u.a. von Yedoo. Ideal für alle, die den Zughundesport auf eigene Faust entdecken möchten und mit dem ersten Scooter erstmal herausfinden wollen, ob das Sportgerät zu einem passt.

Ab ca. 400 € erhält man bereits Modelle von Kostka und Crussis, zwei namenhaften Herstellern aus Tschechien die längst eine große Fangemeinde hinter sich wissen.  Hier stimmen Preis und Leistung und man erhält bereits Marken Komponenten. Gute Bremsen, eine wirksame Federgabel und robuste Schwalbe Reifen seien exemplarisch erwähnt.

Ab 1.000 € sind absolute High End und Liebhaber Dogscooter erhältlich. Hier haben sich die Spanier von Gravity positioniert.

dogscooter bike antenne
Im Bild: Der Dogscooter Lenker und die Bike Antenne. Quelle: Tretroller-Magazin.de

FAQ

Gibt es klappbare Dogscooter?

Klappbare Dogscooter sind eher selten vertreten. Denn im Gegensatz zum normalen Tretroller oder Citycruiser müssen die Komponenten auf unebenem Untergrund viel mehr Kraft aushalten als ihre urbanen Stadtmodelle. Die Stellen an denen ein Scooter zusammengeklappt werden kann, könnten wie eine Sollbruchstelle wirken. Einige Hersteller sind jedoch darauf spezialisiert und bieten auch klappbare Dogscooter mit an.

Welche Hunde sind geeignet?

Wie bei uns Menschen gibt es sportliche und weniger sportliche Typen. Das Scootern ist für Hunde eine körperliche Belastung, daher sollten nur ausgewachsene, gesunde Hunde als Zughund genutzt werden. Hat ein Hund Probleme mit den Gelenken oder der Wirbelsäule sollte man sich in jedem Falle mit einem Tierarzt zusammensetzen. Auch gilt zu berücksichtigen, dass der Hund maximal das vierfache seine Eigengewichts ziehen sollte. Ein 20 Kilo schwerer Hund könnte demnach ein Gespann (Mensch + Kleidung + Ausrüstung + Scooter) bis 80 Kilogramm ziehen. Ideale Zughunde sind bspw. Husky, Malamute oder der Dobermann. Aber auch Border Collies und zahlreiche andere mittelgroße Hunde haben Spaß am Ziehen von Mensch und Dogscooter.